Digitaler Content und sein Wert

Aktualisiert: 3. Dez 2020





Wer heute digitalen Content produziert, hat es schwer, den realen Wert seiner Inhalte abzuschätzen. Wo ein Maler für ein Bild, ein Autor für einen Roman oder ein Bildhauer für eine Statue in der Vergangenheit von einem Käufer, Verlag oder reichen Gönner bezahlt wurde, ist der Markt heute deutlich undurchsichtiger geworden.


Wir haben uns daher einmal ganz genau angeschaut, was alles unter digitalen Content fällt und wie man seinen Wert bestimmt - und letztlich in Geld umwandelt.


Alles ist Content


Du hast mit viel kreativer Energie und der Hilfe deiner hochwertigen Kamera ein tolles Bild gemacht. Nachdem du es zu deinen reichweitestarken Instagram Account hinzugefügt und mit einem passenden Text versehen hast, generiert es hunderte von Likes und einige neue Follower. Was sagt dies nun aber über den Wert deines Fotos aus?


Man könnte hier ganz nüchterne Metriken anlegen und sagen: “Was hast du denn damit verdient?” Doch selbst, wenn der konkrete Post gesponsort war oder einen Affiliate Link enthielt, dürfte die Antwort schwerfallen. Denn auch die dazugewonnene Reichweite hat einen Wert - dieser wird aber womöglich erst später, bei der Monetarisierung deines Contents durch eine App oder eine Zusammenarbeit, sichtbar.


Was wäre aber, wenn ein sehr ähnliches Bild auch auf einer Stock-Image-Seite verfügbar wäre? Die Anzahl der dort verfügbaren Grafiken liegt im Millionenbereich, daher ist die Annahme nicht zu weit hergeholt. Wir müssten dort nur ein paar Cent für die Nutzungsrechte investieren - deutlich weniger, als wir für unseren erfolgreichen Instagram-Post veranschlagt hätten. Steigert der Social Media Erfolg also den Marktwert unseres Bildes?


Und auch beim Text darunter kommt die Frage auf, ob es sich dabei eigentlich um Content handelt, insbesondere dann, wenn schon mit wenigen Worten alles gesagt ist. Twitter User erleben immer wieder, wie ihre originellen Beiträge von anderen Nutzern oder “Best of Accounts” ohne Quellenangabe gestohlen werden. Die Gerichte entscheiden jedoch regelmäßig, dass ein so kurzer Text wie ein Tweet nicht die nötige Schöpfungshöhe hat, um Urheberrechtlich geschützt zu sein. Auch bei den meisten Bildunterschriften dürfte es ähnlich aussehen. Trotzdem sind sie Teil des Erfolges - auch in finanzieller Hinsicht.


Der Mix machts

Eine ultimative Antwort gibt es auf diese Fragen nicht, und die verschiedenen Möglichkeiten beschäftigen Anwälte und Content Produzenten gleichermaßen. Walter Benjamin hätte zweifellos eine Menge über digitalen Content und seinen Wert zu sagen, aber in Abwesenheit des großen Philosophen muss die Lösung kleiner ausfallen: Alles ist Content und auch scheinbar belanglose Details zählen zum Gesamtbild.


Ebenso interessant ist die Frage nach dem Wert der Inhalte. Dieser ist nämlich nur messbar, wenn auch langfristige Effekte mit einbezogen werden: Ein gut laufender Text auf einem Blog mit hoher Reichweite erzeugt auch nach der Veröffentlichung stetig Aufmerksamkeit und über die jeweilige Monetarisierungsmethode (zum Beispiel durch Bannerwerbung oder Affiliate LInks im Text) Umsatz. Mit dem einmaligen Aufwand entsteht ein nahezu lebenslanges, passives Einkommen.


Aller produzierter Content trägt zum Gesamtwert deiner Marke bei - und dieser wiederum zum Wert jedes einzelnen Beitrags. Nur im Zusammenspiel entsteht also der konkrete, positive Effekt. Diese Erkenntnis ist für Content Produzenten, Influencer und Affiliate Marketer gleichermaßen wichtig.


Wohin mit dem Content?

Besonders einfach ist es, wenn deine Inhalte einen “greifbaren” Wert haben. Vermarktest du zum Beispiel, etwa zum Kochen, für Workouts, Fashion, Hobbys, Sprachen etc, ist die Transaktion sehr einfach: Kunden erhalten deine Tutorials gegen einen einmaligen Preis oder durch ein Abonnement. Sie lernen, was du ihnen versprochen hast, und haben so einen einfachen Handel vollzogen.


Es muss jedoch der passende Marktplatz gefunden werden, auf dem du deine Inhalte bereitstellen kannst. Generell ist zu empfehlen, auf mehreren Plattformen vertreten zu sein, wobei selbstverständlich die für dein jeweiliges Angebot am wichtigsten zuerst an der Reihe sein sollten. Denn nur mit dem Platzieren deiner Inhalte an möglichst vielen Stellen ist es noch nicht getan - auch die Qualität des Auftritts ist wichtig und sollte nicht unter der schieren Menge leiden.


Ist dein Content hingegen Unterhaltsam, ästhetisch ansprechend oder witzig, kann es oft schwerfallen, den eigenen Wert zu bestimmen und den Betrag dann auch tatsächlich einzukassieren. Es ist jedoch nicht unmöglich! Lediglich die Anforderungen an die Präsentation und Zugänglichkeit deines Materials erhöhen sich. Sollen deine Follower für Material bezahlen, dass sie theoretisch auch kostenlos auf anderen Accounts finden können, musst du mit hoher Qualität, eigenem Stil und leichter Erreichbarkeit überzeugen.


So attraktiv dieser Weg der direkten Vermarktung auch ist, enorme Kosten lassen den Traum vom hohen Einkommen durch den eigenen Content schnell zerplatzen. Je nach konkreter Plattform werden nämlich horrende Gebühren fällig, die sich schnell auf bis zu 90 % dessen summieren können, was ein Käufer für deine Inhalte tatsächlich ausgibt.


Eine eigene App, wie wir von Nynie sie in Zusammenarbeit mit dir erstellen, kann die Anforderungen an deine Präsentation leicht erfüllen und hilft dir, diese Kostenfalle zu umgehen. Sie bietet deinen Fans nämlich einen direkten Zugang zu deinen Inhalten, sodass keine technische Barriere wie bei anderen Plattformen für den Absprung deiner potenziellen Kunden sorgt.


Dadurch kannst du deinen Content ideal vermarkten - egal, ob es sich um heiß begehrtes Nischen-Material handelt oder du eher allgemeine Inhalte produzierst und dich mit einer größeren Konkurrenz messen musst. Da die Einnahmen aus so einer App fair geteilt werden, herrscht für dich finanzielle Sicherheit und Übersicht.


Der Erfolg in Zahlen


Das direkte Vermarkten deiner Inhalte ist die mit Abstand attraktivste Form, um deinen Content zu monetarisieren. Aber auch der “klassische Influencer Weg”, also sich für einen Beitrag bezahlen zu lassen, ist weiterhin möglich. Zwar sinken die Einnahmen durch diese Methode stetig, da der Markt übersättigt ist, aber wer hartnäckig ist und seine Zielgruppe gut kennt, kann weiterhin punkten.


Dabei braucht es oft keine gigantischen Mengen an Followern: In der Größenordnung von 5 bis 10.000 Fans können bereits zweidrittel der Influencer mehr als 50 € pro Beitrag abstauben. In der Kategorie bis 25.000 Follower sind es bereits 80 %, die die magische Fünfzig Euro Grenze für ihre Inhalte überspringen.


Wer auf über 100.000 Fans kommt, erhält pro Beitrag mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als 150 € - lediglich ein Drittel bleibt unter dieser Summe. Und wer sogar auf eine Millionen Follower kommt, darf auf mindestens 500 € pro Post hoffen.


Deutlich anders sieht das ganze für Content Produzenten aus: Wer beispielsweise primär auf YouTube aktiv ist und mit seinem Kanal auf hohe Zuschauerzahlen kommt, kann seine Videos direkt über die Plattform monetarisieren (die Möglichkeit, durch Affiliate-Marketing und gesponsorte Inhalte zusätzlich zu verdienen, sei hier erst einmal ausgeklammert).


Die Zahlen sind hier recht eindeutig: Pro betrachteter Anzeige zahlt die Plattform 0,01 bis 0,03 USD. Dies ergibt ca. $18 für 1.000 Werbeansichten oder zwischen 3 und 5 Dollar pro 1.000 Zuschauer. Für Videos mit Millionen von Views kann sich dies also schnell lohnen!


Der Wert des eigenen Contents ist also ebenso unterschiedlich wie die möglichen Vermarktungsformen. Sie alle haben jedoch gemeinsam, viel persönliches Engagement und Zeit zu verbrauchen. Es ist daher keine schlechte Idee, sich professionelle Hilfe zu holen, anstatt potenzielle Einkünfte auf der digitalen Straße zu lassen.






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