Umsatzeinbruch durch COVID

Aktualisiert: 3. Dez 2020





Die Auswirkungen der Corona-Pandemie trifft viele Unternehmen, aber auch Influencer haben mit hohen Umsatzeinbrüchen zu rechnen. So werden Kooperationen mit Unternehmen nur mehr selten angeboten, einige Aufträge werden kurzfristig abgesagt oder verschoben. Viele der betroffenen Influencer wissen nicht, ob sie weiterhin von ihrer Tätigkeit als Influencer leben können, was bedeutet, dass sich die Betroffenen umorientieren müssen. Influencer, die diese Pandemie als Chance ergreifen, überleben, der Rest wird sehr darunter leiden.

Viele Unternehmen reduzierten seit Beginn der Pandemie aufgrund von geringeren Umsätzen und schlechteren Wirtschaftsprognosen ihre Werbebudgets und können daher Kooperationen mit Influencern nicht mehr eingehen oder legen sie auf Eis. Dennoch besteht Hoffnung, da in unserer Gesellschaft Social Media immer mehr an Bedeutung bekommt (Stichwort Social Distancing). Nach dieser Corona-Pandemie erhöhen Unternehmen ihre Werbebudgets wieder und gehen demnach wichtige Influencer-Partnerschaften erneut ein.



Influencer nutzen ihre Online-Kanäle seit dem Frühjahr, um Follower weiterhin zu unterhalten, sie durch diese schwere Zeit zu begleiten und positiv zu stimmen. COVID-19, Quarantäneverordnungen und Social Distancing ist für viele Menschen schlichtweg frustrierend, dennoch haben einige Influencer durch diese Situation und ihrem guten Engagement auf Facebook und Instagram neue Follower gewonnen. Influencer definieren sich unter anderen auch durch ihr Image und ihren Lifestyle: top Styling, wunderschöne Reisen und Einladungen zu den angesagtesten Events gehören zu ihrem öffentlichen Leben und somit zu ihren Aufgaben. Dies ist in der momentanen Situation nicht möglich, daher müssen sie ihre Kanäle, insbesondere den Content anders gestalten und kreativ werden. Genau hier beginnt das momentane Problem einiger Influencer. Sie müssen ideenreich werden, um ihre Follower zu behalten und weiterhin Aufträge und Kooperationen zu bekommen. Die Art und Weise wie sie mit dieser Krise umgehen, wird sehr ausschlaggebend für ihren weiteren Werdegang als Influencer sein.



Influencer sind gerade im deutschsprachigen Raum in Zeiten von Corona sehr stark in die Kritik geraten. Sie prahlen oft mit ihrem Lifestyle, doch ist das in dieser Zeit wirklich ratsam? Viele Menschen haben durch die Situation mit COVID-19 große Angst um ihre Existenz und/oder sogar um ihr Leben. Es wäre also nicht ratsam in dieser Situation weiterhin mit einem perfekten Leben zu prahlen.

Vor allem im ersten Lockdown wurden einige Internet-Stars ins Kreuzfeuer genommen.




Der Comedian Oliver Pocher griff beispielsweise Influencer sehr stark an und begeisterte damit nicht nur seine Fans. Er versuchte die Social-Media-Community zu verändern und animierte durch seine scharfen Aussagen unsere Gesellschaft zum Umdenken. Unter anderem nahm er die bekannte Influencerin Sarah Harrison ins Visier. Laut Pocher hat sie sich unvernünftig verhalten, indem sie Bilder aus dem Urlaub in Dubai und wenig später ein Bild von Zuhause in Deutschland mit dem Hashtag „#stayathome“ postete. Er bemängelte nicht nur den unsensiblen Umgang mit der Situation COVID-19, sondern auch die Art und Weise, wie Influencer ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie vermarkten alles und jeden, nicht nur Produkte, die wohl keiner braucht und/oder schlichtweg schlechte Produkte sind, sondern stellen auch ihre Kinder in den Mittelpunkt ihrer Social Media Werbeauftritte. Damit begann eine Riesenwelle des Influencer-Bashings. Der bekannte Comedian belustigte sich über diese Berufsgruppe und tätigte sogar rufschädigende Aussagen. Es ging soweit, dass einige Influencer ihren Account stilllegen mussten. Pocher und seine Fans sehen Influencer nicht als einen Beruf an und verspotteten diese Tätigkeit. Die Folgen daraus waren enorm. Durch sogenannte Hass-Kommentare und Drohungen fühlten sich viele Influencer gemobbt und wussten nicht genau, wie sie mit solch einer heftigen Kritik umgehen sollten. Doch ist es wirklich gerechtfertigt Influencer so stark anzugreifen und sie dadurch zu schädigen? Sie verloren Kooperationspartner und damit auch ihren Lebensunterhalt. Influencer hatten keinen guten Ruf mehr und viele mussten besonders in der COVID-19 Zeit von ihrem Erspartem leben.


Im März und April mussten Influencer mit einem Umsatzeinbruch von 50-70 Prozent rechnen, dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass sie weder Mietzahlungen für Büroräume oder Geschäfte tätigen noch Mitarbeiter weiter bezahlen müssen. Die Preise für einen gesponserten Social-Media-Post sind um 15 bis 25 Prozent gefallen. Aber Influencer können im Vergleich zu kleinen und mittleren Unternehmen diese Krise länger „aussitzen“, ohne Existenzängste zu bekommen.

Im Großen und Ganzen mussten Influencer natürlich mit einem Umsatzeinbruch durch COVID-19 rechnen, allerdings leidet diese Berufssparte nicht so sehr darunter, wie manch andere, da sie auch flexibler agieren kann. Nicht zu vergessen ist, dass die Influencer-Industrie in den letzten fünf Jahren explodiert ist, Werbeposts auf Instagram kosten heutzutage bis zu 2.000.- Euro. Klar ist ein Minus nie schön, aber in diesem Fall zu verschmerzen. Für erfolgreiche Meinungsführer und Multiplikatoren ist es gravierender durch negative Publicity aufzufallen und Follower zu verlieren, als ein paar Kooperationen für ein oder zwei Monate zu verschieben oder im schlimmsten Fall zu verlieren. Außerdem können Influencer durch Freischaltung neuer Werbekampagnen sehr schnell wieder Geld verdienen und damit ihre Unterhaltungskosten bezahlen.


Nach dem ersten Corona-Schock standen wieder neue Werbebudgets zur Verfügung und somit konnten sie neue oder altbewährte Partnerschaften eingehen sowie ihren Lebensunterhalt weiterhin verdienen. Mit gutem Marketing und einer großen Anzahl an Followern ist es einfach rasch wieder neue Werbepartner und Kooperationen für sich zu generieren.


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