Warum die Konzentration für Influencer nicht auf Werbung, sondern...

Aktualisiert: 3. Dez 2020

...auf Inhalte und deren Monetisierung wichtig und gut ist.





Influencer Marketing ist zu einem weltweiten Multimillionen-Geschäft geworden und boomt seit einigen Jahren. Über 80% der Unternehmen integrieren mittlerweile Influencer in ihre Marketingstrategie. Influencer produzieren wichtige Werbebeiträge für unterschiedlichste Unternehmen und steigern dadurch deren Bekanntheitsgrad enorm. Sie verbessern das Image der Firmen und können durch einen gut gewählten Inhalt den Absatz für deren Produkte und/oder Dienstleistungen erhöhen. Influencer erlangen dadurch eine Win-Win-Situation. Mittels einer exzellenter Vermarktung von Produkten stellen sie zum einen ihre Kooperationspartner zufrieden und gewinnen zum anderen durch qualitativ hochwertigen Inhalt immer mehr an Follower. Allerdings kann man diese Werbeschaltungen nicht mit normalen Werbeschaltungen im Fernsehen oder Radio vergleichen. Diese Vermarktung gestaltet sich komplexer, da Influencer Marketing von Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Social Media-Experten eine Erhöhung der Wertigkeit von Markenbotschaften erreichen will. Das Kaufverhalten der Zielgruppe soll positiv beeinflusst werden und zusätzlich neue Follower für ihren Account gewonnen beziehungsweise begeistert werden. Es ist ein neuer Baustein des Content Marketings und erhält immer mehr an Wichtigkeit.


Es gibt eine große Anzahl an unterschiedlichen Influencer-Typen. Sie charakterisieren sich durch unterschiedliche Themen bzw. Interessensfelder, Anzahl an Follower und unterhalten ihre Follower mittels differenzierter Verhaltensweisen. Besonders wichtig sind die sogenannten Micro-Influencer. Sie sind Themen- und Branchenexperten und befinden sich im deutschsprachigen Raum bei einer Follower-Anzahl zwischen 10.000 und 40.000 Follower. Sie gelten als besonders authentisch und beliebt im Influencer Marketing, da sie Spezialisten auf ihrem Interessensgebiet sind. Durch hohes Vertrauen und eine starke Bindung zu den Micro-Influencer werden Follower am stärksten beeinflusst. Ihre Meinungen sind glaubwürdiger und überzeugend, daher greifen Unternehmen beim Einsatz von Influencer Marketing verstärkt auf Micro-Influencer zurück. Die Höhe der Follower-Anzahl und die Interaktionsrate sind ausschlaggebende Kennzahlen und wichtige Richtwerte für Unternehmen. Diese Werte spiegeln die persönliche Bindung und das große Vertrauen zwischen einem Influencer und seinen Followern wider und sind daher ausschlaggebend für die Einflussnahme und die Vermarktung. Influencer sind kreative Individuen und können nur durch kontinuierlich guten Inhalt ihre Follower begeistern und selbst sehr erfolgreich werden.



Der Inhalt wird ebenfalls unterschiedlich kreiert. Food-Influencer, Travel-Influencer, Fitness-Influencer, Fashion-Influencer, Beauty-Influencer, Tier-Influencer und Podcast-Influencer müssen sich ihrem Themengebiet anpassen und können spezifischer agieren. Sie wissen am besten, wie man Produkte oder Dienstleistungen in ihrer Community vermarkten kann.

Ein hochwertiger Content und großes Vertrauen der Follower sind hierbei maßgebend. Konsumenten vertrauen den Empfehlungen anderer Konsumenten mehr als den von Unternehmen produzierten Werbeschaltungen. Millionen von Menschen kaufen Produkte aufgrund von Empfehlungen ihrer Lieblingsinfluencer. Glaubwürdiger Inhalt der speziellen Vermarktung ist essenziell. Influencer können durch ihre Kanäle das Produkt ausprobieren/vorzeigen und somit das Interesse und Vertrauen der interessierten User gewinnen. Die Beziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten liegen primär auf einer kommerziellen und unemotionalen Ebene, während Influencer und ihre Fans gemeinsame Interessen und Werte teilen können. Auch die Beziehung zwischen Prominenten, die auch von Firmen oft als Werbeträger eingesetzt werden, und ihren Fans ist mit dem Verhältnis zwischen eines Social Influencer und dessen Follower nicht vergleichbar. Während Promis von den meisten Menschen als unnahbar und abgehoben wahrgenommen werden, werden Influencer als gleichwertig und eher als der freundliche Mensch von nebenan angesehen. Follower können sich mit ihren Influencern identifizieren, sie sind reale Menschen mit Träumen, Wünschen und Gefühlen. Durch eine erschaffene Realität steigt der Wert eines Influencers und somit des Influencer Marketings enorm, der monetisiert werden kann. Es ist keine klassische Werbung, sondern wird durch fundierten und überzeugenden Inhalt für viele Zuschauer real. Man spricht von einer „echten Werbung“.


Doch wie wird dieser Erfolg eines Influencers gemessen? Influencer Marketing kann durch Kennzahlen untermauern, wie groß der Erfolg einer Kampagne ist. Die Brutto-Reichweite, sogenannte Views, Clicks, eine gute Content-Qualität, Interaktionen und das Engagement der Influencer, aber auch deren Follower sind dafür wesentlich. Wobei neben diesen KPIs auch zunehmend die Charakteristik der Influencer-Zielgruppe, die Formate und das Interessen der Zielgruppe, vorgestellte neue Marken kennenzulernen, als Basis für Entscheidungen zu Kooperationen dienen und folglich zur Monetarisierung von Content beitragen.

Beiträge dauerhaft im Netz zu behalten, kann von Vorteil sein. Diese Inhalte werden von ihren Fans erneut gestreamt und können neue Follower erreichen. Es besteht auch eine große Vielfältigkeit an Formaten, durch die Influencer ihre Inhalte präsentieren können: Postings, Storys, IGTV-Videos, Unboxing, Gewinnspiele, Tutorials, Live Events und Rabattcodes. Geeignete Plattformen dafür sind: Instagram, Facebook, Youtube, verschiedene Blogs, Twitch, Tik Tok und Pinterest. Influencer müssen ihre Inhalte den Formaten und Plattformen genau anpassen, um sie kreativ, authentisch und real rüber zu bringen. Eine ausgeglichene Kombination im Influencer-Marketing ist dabei das Wichtigste.



Dennoch müssen Influencer immer wieder mit starker Kritik rechnen. Influencer in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben es gerade in der Coronazeit nicht einfach. Der Comedian Oliver Pocher kritisiert Influencer schwerwiegend und repostet immer wieder negative Beiträge von unterschiedlichen Influencern. Er behauptet unter anderem, dass Influencer die Lage zum Coronavirus nicht ernst nehmen und weiterhin in ihrer „rosaroten Blase“ leben. Pocher zeigt seiner stark wachsenden Community negative Beispiele unterschiedlicher Social Media-Kanäle. Anfangs kritisierte er Influencer, die das Thema Corona ignorieren und weiterhin alles posten, was ihnen Geld einbringt, ohne an etwaige Konsequenzen zu denken. Pocher treibt es jedoch auf die Spitze. Er setzt durch seine sogenannten „Bildschirmkontrollen“ ein hartes Statement und kritisiert die schlechte Vermarktung der Influencer. Schlechte Inhalte, falscher Content und peinliches Marketing werden von ihm gezeigt und ins Lächerliche gezogen. Damit trifft er bei einigen Fans genau ins Schwarze.


Influencer zu sein, ist nicht einfach, es gehört viel Kreativität und Köpfchen dazu. Ein kreativer, für die Zielgruppe relevanter, authentischer und glaubwürdiger Inhalt ist das A und O in dieser Branche. Das Vertrauen seiner Follower zu gewinnen und sich durchgehend zu beweisen, führt zu einem erfolgreichen Marketing. Dieses Business ist nicht zu unterschätzen, es steckt mehr dahinter, als nur Werbeschaltungen zu machen. Influencer Marketing ist ein komplexes Konstrukt und pulsiert in der heutigen Werbebranche.


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